Hallo! Ich freue mich, dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen! Mein Name ist Martina und ich lebe im Großraum München. Durch meine Liebe für Farben, Muster und Stoffe und meine Leidenschaft zum Nähen gründete ich im November 2009 mein Label "Brombeerzwerg" und eröffnete meinen Online-Shop. Ich fertige einzigartige Baby- und Kleinkindartikel, sowie Taschen und Täschchen für kleine und große Mädchen nach eigenen Entwürfen. Seit ich vor einigen Jahren in das Geheimnis des Paperpiecings eingewiesen wurde, kann ich nicht mehr davon lassen, und nähe Decken und Wandbehänge nach dieser Methode nach wunderbaren Entwürfen aus dem Netz. Außerdem nähe ich Kissen und Taschen im Patchworklook, die ich selbst entwerfe. Ich werde euch hier meine Arbeiten vorstellen und von Zeit zu Zeit auch Tipps und Tricks veröffentlichen. Ich freue mich über euren Besuch und hinterlasst gerne einen Kommentar! See you soon, Martina

Nähanleitung Untersetzer „Hexagon“

Anleitung zum Nähen eines Hexagon-Untersetzers in jeder beliebige Größe

Solche Untersetzer eigenen sich prima zum Verarbeiten von Stoffresten und Vliesresten.
Außerdem kann man jeden Untersetzer individuell quilten und gestalten.

Anleitung:
An Material benötigt ihr einige Stoffreste, Vlieseline H 630 (zum Aufbügeln), es geht aber genauso gut ein dünnes Vlies, das man nicht aufbügeln kann, sowie ein Stück Stoff für die Rückseite.
Da man den Untersetzer in jeder beliebigen Größe anfertigen kann, richtet sich die Menge der Stoffreste nach der gewünschten Größe.
Mein hier gezeigter Untersetzer hat eine fertige Größe von 6 1/2″ (16,5 cm)
Mein mittleres Hexagon hat zugeschnitten eine Kantenlänge von 1  3/8″.
Die Streifen sind 1  1/2″ breit und unterschiedlich lang.

Zuschnitt:
Schneidet für die Mitte ein Hexagon in der von euch gewünschten Größe zu.
Schneidet pro Runde 6 Streifen in der von euch gewünschten Breite zu. Die Streifen müssen jeweils etwas länger sein, als eine Kantenlänge beträgt.
Achtung: Die Streifen müssen in jeder Runde länger sein als in der Vorrunde!
Die Anzahl der Streifen richtet sich danach, wieviele Runden ihr nähen möchtet.

Schritt 1:
Näht den ersten Streifen an eine Kante des Hexagons an. Der erste Streifen sollte links (am Rundenanfang) mindestens so viel überstehen, wie eine Streifenbreite beträgt.
Beginnt dabei nicht am Anfang der Kante, sondern etwa in der Mitte oder im ersten Drittel, da der letzte Streifen einer Runde unter den ersten Streifen genäht wird.

Klappt den ersten Streifen nach oben und bügelt oder presst ihn mit dem Finger.
Die Nahtzugaben werden immer nach oben – also Richtung Streifen – gebügelt.

Schritt 2:
Nach dem Bügeln legt ein Lineal an und schneidet den Stoffüberstand auf der rechten Seite fortlaufend mit der Kante ab.
Den links überstehenden Stoff unbedingt über die gesamte Runde dran lassen.

Schritt 3:
Nehmt nun den nächsten Streifen und näht ihn an die jetzt lange Kante (erster Streifen plus zweite Kante) an. Nach oben bügeln. Stoffüberstand rechts im Verlauf mit der Kante abschneiden.

So verfahrt ihr mit allen fünf Streifen.

Schritt 4:
Bevor ihr den letzten Streifen annäht, klappt den Überstand vom ersten Streifen weg, steckt ihn fest, und näht dann den sechsten Streifen wie gehabt an.

Danach klappt den ersten Streifen wieder auf, legt ihn schön gerade an die Schnittkante des sechsten Streifens an, und näht ihn bis zum Beginn der Naht vom Anfang fest. Bei einem kleinen Hexagon in der Mitte ist das manchmal ein bisschen fummelig.

Schritt 5:
Nun sieht euer Untersetzer so aus:

Bügelt den Untersetzer gut, und schneidet dann mit dem Lineal die überstehenden Stoffstücken ab, so dass neue Kanten entstehen. Ich mache das gerne von der linken Seite aus, weil ich mich beim Anlegen des Lineals nach der Naht richte.

Nach diesem Verfahren könnt ihr nun eine oder auch mehrere weitere Runden annähen, bis ihr die gewünschte Größe erreicht habt.

Schritt 6:
Wenn euer Untersetzer die richtige Größe hat und die überstehenden Teile abgeschnitten sind, schneidet in der exakt passenden Größe ein Stück Vlieseline H630 zu und bügelt es mit einem feuchten Tuch auf die Rückseite des Untersetzers.
Achtung: Wenn die Vlieseline zu groß ist, ist entweder euer Bügelbrett oder euer Bügeleisen verklebt.
Wie ihr hier sehen könnt, kann man auch sehr gut Vliesreste zusammennähen und ein zu kleines Stück Vlies in die passende Größe bringen.

Schritt 7:
Schneidet euren Rückseitenstoff etwas größer zu als der Untersetzer mit Vlies nun ist.
Legt dann das Hexagon rechts auf rechts auf den Rückseitenstoff.
Markiert eine Wendeöffnung.

Näht nun mit 7 mm Nahtzugabe vom einen Punkt der Wendeöffnung bis zum anderen Punkt der Wendeöffnung.
Schneidet den Überstand des Rückseitenstoffs bündig mit der Nahtzugabe der Vlieseline ab.

Nun schneidet noch die Ecken schräg, damit man sie nach dem Wenden gut ausformen kann.

Wendet durch die Öffnung euren Untersetzer und formt mit Hilfe eines Stäbchens oder Ecken- und Kantenformers die Ecken gut aus. Jetzt bügelt den Untersetzer noch einmal und schlagt dabei die Nahtzugaben der Wendeöffnung sauber nach innen.
Dann steppt einmal knappkantig ringsherum und verschließt damit gleichzeitig die Wendeöffnung.

Schritt 8:
Zum guten Schluss könnt ihr den Untersetzer nach eurem Geschmack quilten bzw. absteppen.
So sieht mein fertiger Untersetzer jetzt aus.

Variante mit Binding:
Natürlich kann man den Untersetzer auch mit einer separaten Einfassung (Binding) versehen. Dann ist die Vorgehensweise ab Anbringen des Rückseitenstoffs anders als oben gezeigt.
Für kleine Untersetzer verwende ich die Methode ohne Binding. Für größere Deckchen bevorzuge ich die Methode mit Binding.
Vielleicht erweitere ich diese Anleitung gelegentlich noch um die Binding-Variante.
Der Untersetzer würde dann so aussehen:

 

Viel Spaß beim Nacharbeiten!
Falls ihr Fragen habt könnt ihr mich gerne über meine E-Mailadresse im Impressum oder über Facebook kontaktieren.

Martina

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachtliches Sechseck-Deckchen/ Table Topper Hexagon

Bei uns im Wohnzimmer steht ein kleines, sechseckiges Schränkchen, für das ich in der Adventszeit aus blauem, silbernem und altrosa Weihnachtsstoff ein passendes Deckchen genäht habe.
Der Durchmesser beträgt 35 cm.
Der Rückseitenstoff ist ein Rest von der Christbaumdecke. (Christmas-tree-skirt)
Gequiltet habe ich das Deckchen nach eigenem Entwurf mit der Q16.

 

Wandquilt „Kreuze“ 2022

Für den kleinen Wandquilt habe ich 15 Nine-Patch-Blocks aus Resten von Patchworkstoffen genäht.
Die anderen Stoffe waren ein Geschenk, oder ich habe sie als kleine Stoffpäckchen aus dem Urlaub mitgebracht.
Gequiltet mit der Q16.
Größe 70 x 53 cm

Wandquilt „Häuser im Schnee“ 2023

Für diesen Wandquilt habe ich im Laufe von ca. zwei Jahren immer wieder einmal zwischendurch aus unzähligen Stoffresten ein oder zwei dieser Häuser genäht. Als meine Designwand schließlich gut gefüllt war, habe ich die Häuser in Reihen aneinander genäht, zwischen jede Reihe einen weißen Streifen gesetzt, und einen Quilt daraus gemacht.
Ich finde, es hat ein bisschen was von Häusern im Schnee, daher habe ich diesen Titel gewählt.
Die fertige Größe beträgt 85 x 120 cm.
Auf der Rückseite ist ein Tunnel für die Aufhängung an der Wand eingenäht.
Jedes Haus hat eine Größe von 10 x 14 cm.

 

Mug Rug „Puzzle“

Den Untersetzer habe ich als Anschauungsmodell genäht, als ich für meinen Puzzlequilt eine Anleitung erstellt habe.
https://www.brombeerzwerg.de/category/naehanleitung-puzzlequilt/

Die Größe beträgt 20 x 20 cm.
Gequiltet habe ich mit der Q16 im Nahtschatten, bzw. den schwarzen Hintergrund mit silberfarbenen Linien versehen.

 

Stickbild „Strandhäuser“ 2020

„Strandhäuser“

Stickbild nach Zählmuster im Kreuzstich.
Größe des fertigen Bildes beträgt 42 x 16 cm.
Gestickt habe ich zweifädig.

 

Willkommen auf meinem Blog – Nähen, Handarbeit und Kunst!

Willkommen auf meinem Blog!
Hier geht es um’s Nähen, Handarbeiten und Zeichnen.

In der Kopfzeile bzw. im Menu findet ihr unter den Registerkarten alle meine Projekte in die zugehörigen Kategorien eingeordnet.

Neu ist, dass man in verschiedenen Registerkarten sofort auf den Link eines Projekts klicken kann, um sich die Beschreibung und weitere Bilder anzuschauen.
Wer nicht suchen möchte, findet chronologisch aufgelistet auch alle meine Projekte unter dem Button „Start“.

Durch Wartungsarbeiten auf der Website kann es eventuell noch zu kleinen Funktionsfehlern kommen.
Sie werden schnellstmöglich behoben.

Klickt auf den Link unter diesem Foto, und ihr gelangt direkt zu diesem Projekt mit weiteren Bildern und Texten. 

https://www.brombeerzwerg.de/category/zeichnung-loewe/

Ich stelle hier im Blog meine Arbeiten und  von mir erstellte Anleitungen aus.
Schaut auch in die Unterkategorien.

Viel Spaß beim Durchklicken!

Alles Gute!
Martina

Tischläufer „Halloween“ 2023

Den Tischläufer habe ich aus einem bedruckten Stoff genäht und die Konturen der Motive frei Hand gequiltet, sowie im oberen  schwarzen Randstreifen eine Reihe von Spinnennetzen gequiltet.
Das Vlies zwischen Vorder- und Rückseite ist ein sehr dünnes Baumwollvlies.
Der Läufer hat eine Größe von 102 x 54 cm.
Auch als Wandbild macht er sich sehr gut.

Tischsets „Halloween 2023“

Aus vorhandenen Reststücken von Halloweenstoffen habe ich diese beiden Tischsets genäht.
Die Größe pro Set beträgt 48 x 38 cm.
Gequiltet habe ich mit der Q16.

Zeichnung „Löwe“

Gezeichnet von Mai bis Oktober 2023 mit 26 Künstlerfarbstiften.
Motivgröße 27 x 17 cm

 

Nähanleitung „Patchworkdecke aus Stoffstreifen im Zackenmuster“

In dieser kostenlosen Nähanleitung zeige ich euch, wie ihr eine farbenfrohe Patchworkdecke mit Zackenmuster aus vielen bunten Stoffstreifen nähen könnt.

Wenn ihr so eine Decke nachnähen wollt, lest euch bitte zuerst die gesamte Anleitung durch.
Solltet ihr beim Nacharbeiten Fragen haben oder Hilfe benötigen, dann schreibt mir eine E-Mail, und ich will euch gerne behilflich sein.

Die fertige Decke

 


 

Material und Zuschnitt:

Baumwollstoffstreifen in sehr vielen Farben und Mustern, Baumwollvlies, Nähgarn, Baumwollstoff für die Rückseite in ausreichender Größe, gebogene Quilt-Sicherheitsnadeln, Baumwollstoff für die Randeinfassung.

Die Materialbeschreibung ist gültig für eine Decke in der fertigen Größe von ca. 2,00 m x 1,50 m.

Man benötigt etwa 250 Stoffstreifen aus Baumwollstoffen in der Größe von 6,5 cm x 37 cm. Die Breite muss bei jedem Streifen exakt zugeschnitten sein. Die Länge kann ruhig etwas variieren, so dass Stoffreste an den Eckteilen prima verarbeitet werden können.

STOFFSTREIFEN

STOFFSTREIFEN

 


Außerdem braucht ihr ca. 3-5 mm dickes Baumwollvlies und einen Rückseitenstoff passend für die von euch gewünschte Deckengröße.
Es ist sehr wichtig, Baumwollvlies zu verwenden, da Kunstfaservlies beim Bügeln zusammenschrumpfen und platt werden würde, und am Bügeleisen kleben bleibt. Kunstfaservlies ist NICHT geeignet!
Das Vlies vor Nähbeginn unbedingt waschen, da Baumwollvlies bei der ersten Wäsche eingeht.

Meine Decke besteht aus zehn einzelnen Bahnen mit je 25 Stoffstreifen. Ihr könnt jederzeit Bahnen dazufügen oder weglassen, die Breite und Länge der Bahnen ändern, und so die Deckengröße individuell nach euren Wünschen gestalten. Bitte beachtet, dass bei Größenänderung auch ein anderer Materialbedarf anfällt und die Stoffstreifen eventuell anders zugeschnitten werden müssen.

BAUMWOLLVLIES

BAUMWOLLVLIES

Schneidet aus dem Baumwollvlies zehn Bahnen zu, mit den Maßen von 21 cm x 150 cm.
Exaktes Zuschneiden erleichtert das spätere Zusammensetzen erheblich.

BAUMWOLLVLIES

BAUMWOLLVLIES

 


Anzeichnen der Hilfslinien

Nun werden die einzelnen Vliesbahnen mit Hilfslinien versehen, damit beim späteren Aufnähen jeder Stoffstreifen exakt an eine Linie angelegt werden kann. Dafür legt ihr eine Ecke der Vliesbahn an die Markierungslinien der Schneidematte und plaziert das Schneidelineal so, dass es ein Dreieck bildet mit Seitenlinien im 45° Winkel. Der Abstand von der Spitze bis zur ersten Linie beträgt 5 cm. Zeichnet mit einem dünnen Filzstift die erste Linie.

VLIES

VLIES

 

Nun wird alle 5 cm eine weitere Hilfslinie gezogen. Achtung: 5 Bahnen schräg nach rechts und 5 Bahnen schräg nach links markieren, damit es beim Zusammenlegen eine Spitze ergibt.
Wenn ihr auf dem Lineal die 5 cm-Linie und die 45°-Linie mit einem bunten Klebestreifen markiert, könnt ihr ganz einfach anhand der Klebestreifen das Lineal auf den Vliesbahnen anlegen und erhaltet so sehr exakte Abstände.

HILFSLINIEN

HILFSLINIEN

ANZEICHNEN

ANZEICHNEN

 

Das Bild zeigt einen fertig angezeichneten Steifen.
5 Streifen sehen so aus, und 5 Streifen müssen gegengleich gezeichnet sein.

FERTIG ANGEZEICHNET

FERTIG ANGEZEICHNET


Nähen

Nehmt das erste Stoffstück und steckt es mit der rechten Seite nach oben 5 mm über der ersten Hilfslinie mit Nadeln auf das Vlies.
Stoff seitlich und an der Spitze etwas überstehen lassen.

ECKE

ECKE

 

Dann knappkantig festnähen. Beginnt mit der Naht bereits vor dem Vlies und näht auch etwas darüber hinaus.

ERSTE NAHT

ERSTE NAHT

NAHT

NAHT

 

Dann legt den zweiten Streifen rechts auf rechts genau auf den Eckstreifen und steckt ihn mit Nadeln fest. Achtet darauf, dass der Streifen ausreichend weit übersteht, damit er beim Hochklappen über das ganze Vlies reicht. Nun den zweiten Streifen mit einem Abstand von 7 mm zur Stoffkante festnähen.

ZWEITER STREIFEN

ZWEITER STREIFEN

 

STECKEN

STECKEN

 

Den Streifen nach oben bügeln. Er muss genau bis an die angezeichnete Linie reichen. Den seitlich überstehenden Stoff könnt ihr etwas abschneiden, aber unbedingt ca. 2 cm über das Vlies überstehen lassen, damit die Nähte nicht aufgehen.

NACH OBEN BÜGELN

NACH OBEN BÜGELN

Nach diesem Verfahren könnt ihr jetzt alle Stoffstreifen auf die Vliesbahnen nähen.

STREIFEN

DRITTER STREIFEN

DRITTER STREIFEN

DRITTER STREIFEN

 

VIERTER STREIFEN

VIERTER STREIFEN

VIERTER STREIFEN

VIERTER STREIFEN

 

So ähnlich müsste eure fertige Vliesbahn dann aussehen.

VLIES UND GENÄHTE VLIESBAHN

VLIES UND GENÄHTE VLIESBAHN

 

Wenn ihr alle Vliesbahnen mit den Stoffstreifen benäht habt, legt euch die Bahnen – immer abwechselnd ein rechtes und ein linkes Teil – am besten auf den Boden und seht euch die Zusammenstellung der Farben und Muster an. Probiert so lange verschiedene Zusammenstellungen aus, bis es euch richtig gut gefällt.

Dann geht es ans Abschneiden der überstehenden Stoffstücke. Dazu legt ihr die erste Bahn mit der rechten Stoffseite nach unten auf die Schneidematte und schneidet (Vliesseite liegt oben) mit dem Rollschneider und dem Schneidelineal genau an den beiden langen Kanten des Vlieses alle Stoffüberstände ab. Lasst die Überstände an den kurzen Seiten am besten noch dran, damit nichts auftrennt. Legt dann die Bahn wieder an ihren Platz und verfahrt mit der zweiten Bahn genauso.

RÄNDER BEGRADIGEN

RÄNDER BEGRADIGEN

 

Nun werden die ersten beiden Bahnen rechts auf rechts aufeinandergelegt und mit Stecknadeln zusammengesteckt. Achtet beim Stecken darauf, dass alle Nähte exakt aufeinandertreffen. Nur so gibt es später bei jedem Streifen eine schöne Spitze. Sollte es einmal nicht hundertprozentig passen, kann man durch vorsichtiges Ziehen der kürzeren Seite etwas ausgleichen und so wieder Naht auf Naht bringen. Es ist aber nur anzuraten, wenn es darum geht, 1 bis 2 mm auszugleichen. Andernfalls gibt es später Beulen in der zusammengenähten Decke. Dann ist es besser in Kauf zu nehmen, dass manche Spitzen nicht exakt passen.

BAHNEN STECKEN

BAHNEN STECKEN

Wenn zwei Bahnen mit Nadeln zusammengesteckt sind könnt ihr die erste Naht nähen. Der Abstand zum Rand sollte ca. 1 cm betragen, damit die Nähte später auf der Rückseite auseinander gebügelt werden können.
Wenn ihr alle Bahnen begradigt und zusammengenäht habt, sieht euer Top ungefähr so aus:

ZUSAMMENGENÄHTES TOP

ZUSAMMENGENÄHTES TOP

Die Nahtzugaben auf der Rückseite auseinander bügeln.

RÜCKSEITE TOP

RÜCKSEITE TOP

 


Klammern der beiden Lagen

Als nächstes benötigt ihr ein ausreichend großes Stück Stoff für die Quiltrückseite. Der Stoff muss groß genug sein, dass er ringsherum mindestens 10 cm größer ist als euer Top. Den Baumwollstoff legt ihr ganz glatt und faltenfrei auf einen großen Tisch oder auf den Boden, mit der rechten Stoffseite nach unten, und breitet darauf mit der rechten Seite nach oben euer Top aus. Die Stoffe liegen jetzt also links auf links. Achtet immer darauf, dass keine Falten oder Wellen entstehen, streicht von der Mitte her die Stoffteile schön glatt nach außen und steckt die Lagen mit gebogenen Quilt-Sicherheitsnadeln von der Mitte aus nach allen Seiten im Abstand von 10 bis 20 Zentimetern zusammen. Prüft immer wieder, ob sich keine Falten im Rückseitenstoff gebildet haben.

KLAMMERN

KLAMMERN

 

Wenn die beiden Lagen komplett geklammert sind, steppt rechts und links neben jeder Längsnaht herunter, und verbindet damit die beiden Lagen. Zusätzlich habe ich noch jede dritte Zackenreihe im Nahtschatten genäht, damit die Lagen noch besser verbunden sind.

VERBINDEN DER LAGEN

VERBINDEN DER LAGEN

 


Randeinfassung

Für die Randeinfassung benötigt ihr einen 6,5 cm breiten Streifen, so lang, dass er komplett um eure Decke herumpasst. Zusätzlich mindestens 30 cm zu der genauen Länge hinzufügen, damit genug Material für die Ecken vorhanden ist.

Ihr könnt den Streifen entweder aus einfarbigem Stoff anfertigen, oder so wie ich, aus den Resten der bunten Streifen, die ihr für das Top verwendet habt.

Um den sehr langen Streifen anzufertigen legt ihr einen Streifen mit der rechten Seite nach oben quer auf den Tisch. Darauf mit der linken Seite nach oben (Streifen liegen also rechts auf rechts) im rechten Winkel genau am Ende des ersten Streifens einen zweiten. Diesen näht ihr exakt von Ecke zu Ecke, so wie auf dem Foto gezeigt. Dann schneidet mit einer Nahtzugabe von 7 mm die oberen Dreiecke ab, klappt den Streifen auf, und bügelt die Nahtzugabe auseinander. Die beiden Streifen sollten jetzt genau passend einen längeren Streifen ergeben. So verfahrt nun mit allen Streifen, so lange, bis ihr eure notwendige Streifenlänge erreicht habt.

RANDSTREIFEN

RANDSTREIFEN

 

Als nächstes schneidet ihr beim Top den überstehenden Rückseitenstoff an allen vier Seiten ab.

RAND BEGRADIGEN

RAND BEGRADIGEN

Nun legt euch den langen Randstreifen mit der linken Seite nach oben auf die Schneidematte. Nehmt ein Schneidelineal und legt die 45°-Markierung an der rechten langen Kante an. Dann schneidet den oben überstehenden Stoff ab. Ihr erhaltet eine sehr schöne Spitze im 45°-Winkel.
Diese kurze Kante bügelt nun ca. 1 cm um.

RANDSTREIFEN ANFANG

RANDSTREIFEN ANFANG

 

Dann faltet den langen Streifen mittig und bügelt die Kante.

RANDSTREIFEN HALBIEREN

RANDSTREIFEN HALBIEREN

 

Nach dem Bügeln steckt den Streifen mit der offenen Seite an die Kante auf die rechte Seite der Decke, so wie auf dem Foto gezeigt. Beginnt nicht genau in einer Ecke, sondern auf einem geraden Stück, da sonst keine schöne Ecke entstehen kann. Es ist nicht notwendig, alles zu stecken. Da sich der Streifen beim Nähen immer leicht verschiebt, ist es besser, wenn er nur am Anfang gesteckt ist, und im Laufe der Naht immer schön an die Kante angelegt wird.

RANDSTREIFEN STECKEN

RANDSTREIFEN STECKEN

Nun könnt ihr mit dem Annähen der Randeinfassung beginnen. Fangt an der Spitze des Streifens an und näht füßchenbreit an der Kante entlang, bis 7 mm vor die erste Ecke und verriegelt hier die Naht.

RANDSTREIFEN ANNÄHEN

RANDSTREIFEN ANNÄHEN

Dann faltet den Streifen gerade nach oben …

RANDSTREIFEN ECKE

RANDSTREIFEN ECKE

…und wieder nach unten. Je genauer ihr das macht, umso schöner wird später die Ecke.

RANDSTREIFEN ECKE 2

RANDSTREIFEN ECKE 2

Ihr könnt den Streifen jetzt entweder mit ein paar Nadeln anstecken, oder mit einer Klammer fixieren. Fangt nun ganz oben an zu nähen und näht wieder füßchenbreit den Streifen an die Decke, bis 7 mm vor die nächste Ecke. Dann wieder Naht verriegeln, Streifen falten usw.

RANDSTREIFEN 2. NAHT

RANDSTREIFEN 2. NAHT

Wiederholt den Vorgang bei jeder Seite und Ecke und näht das letzte Stück des Randstreifens bis ca. 4 mm vor die Schräge des Streifens. Naht verriegeln.

RANDSTREIFEN NAHTENDE

RANDSTREIFEN NAHTENDE

 

Nun schneidet vorsichtig den Streifen schräg ab, so dass eine mindestens 5 cm langen Spitze entsteht. Siehe Foto. Aufpassen, dass die Spitze nicht verkehrt herum abgeschnitten wird.

ENDE ABSCHNEIDEN

ENDE ABSCHNEIDEN

 

Dann steckt mit Hilfe eines Kochlöffelstiels oder eines Stäbchens die Spitze in die Tasche des Streifens. So habt ihr einen sauberen Übergang von Anfang und Ende eures Streifens.

SPITZE EINSTECKEN

SPITZE EINSTECKEN

 

Jetzt ist es fast geschafft.
Faltet nun den Einfassstreifen um den Rand der Decke nach hinten und steckt ihn fest. Beginnt am besten genau an der Ansatzstelle von Anfang und Ende des Streifens, da die Spitze sonst immer wieder herausrutscht. Das Umfalten der Ecken gelingt mit ein bisschen Fingerspitzengefühl sehr leicht, und eine schöne, saubere Ecke entsteht.

Ihr könnt entweder die Randeinfassung auf der Rückseite mit der Hand annähen, oder ihr macht es so wie ich mit der Maschine und näht von der rechten Seite aus im Nahtschatten. Hierbei solltet ihr auf der rechten Seite stecken und gut aufpassen, dass der Streifen hinten so gesteckt ist, dass er bei der Naht mitgefasst wird.

RANDEINFASSUNG ECKE

RANDEINFASSUNG ECKE

 

Und das ist meine fertige Decke:

FERTIG!

FERTIG!

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen und gutes Gelingen!

 

Liebe Grüße!

Martina